UNICEF Website nutzt Mining für den guten Zweck

UNICEF Website nutzt Mining für den guten Zweck


Das Kinderhilfswerk UNICEF hat mit www.thehopepage.org eine Website eingerichtet, bei der die Rechenleistung der Besucher für Mining verwendet wird. Virtuell geschürft wird dabei die auf anonyme Transaktionen bauende Kryptowährung Monero.


Einnahmen an Kinder in Krisensituationen

Die Organisation, die 1965 den Friedensnobelpreis erhalten hat, erklärt auf ihrer Twitterseite den Ablauf des Minings: „Diese innovative Website ermöglicht es Ihnen, auf einfache Weise einen Teil der Rechenleistung Ihres Computers zu spenden, um Kryptowährungen zu generieren und lebensrettende Hilfe für Kinder in Krisensituationen zu finanzieren.“ Die aus dem Mining entstehenden Gewinne fließen dabei automatisch an Kinderprojekte, wie das Unternehmen auf der Hopepage vermeldet: “Die Kryptowährung wird automatisch an UNICEF Australien geschickt und wird in echte Gelder umgewandelt, die die Kinder in Form von lebensrettenden Mitteln wie sauberes Wasser, Essen und Impfstoffe erreicht.“ Dass Monero für die Aktion von UNICEF gewählt wurde, liegt daran, dass die Kryptowährung – anders als zum Beispiel Bitcoin – keine speziellen ASIC-Miner für das Schürfen benötigt, sondern auch von handelsüblichen PCs oder wie in diesem Fall sogar über einen Browser gemined werden kann.


Bereitgestellte Rechenleistung frei wählbar

Wie viel Prozent an Rechenleistung The Hopepage zur Verfügung gestellt wird, steht jedem Besucher der Website offen – über einen Schieberegler lässt sich die gewünschte Prozentzahl erreichen. Für das Mining genutzt werden Skripte von authedmine.com, dabei handelt es sich um eine ähnliche Version der mittlerweile bekannten CoinHive API und kann daher von diversen Ad-blockern, Anti Tracking Plug-Ins oder Skriptblockern geblockt werden. UNICEF rät Besuchern, die ihre Rechenleistung zur Verfügung stellen wollen, solche und ähnliche Software beim Besuch der Hopepage zu deaktivieren. Beim Surfen auf Homepages Kryptowährungen zu minen, ist keine Besonderheit – zuletzt wurde bekannt, dass Besucher ohne ihr Wissen bei manchen Websites automatisch Rechenleistung abgeben. Da der dafür zusätzlich benötigte Stromverbrauch bislang aber in die Geldbörsen anderer geflossen ist, stellt zumindest der Ansatz von UNICEF, dies auf freiwilliger Basis für den guten Zweck zu tun, eine Neuigkeit dar.