Norwegen und Schweden bei Minern immer beliebter

Norwegen und Schweden bei Minern immer beliebter


Die skandinavischen Länder Norwegen und Schweden werden bei Minern immer beliebter. Dies liegt einerseits in den niedrigen Strompreisen und andererseits in den vergleichsweise niedrigen Außentemperaturen begründet. Hinzu kommen kryptofreundliche Regierungen, die ausländische Miner ins Land locken.

Obwohl das generelle Preisniveau in den nordischen Staaten sehr hoch ist, zählen die Stromkosten zu den niedrigsten in Europa. Während der Preis für eine Kilowattstunde im europäischen Mittel bei 11 Cent liegt, müssen in Schweden lediglich 6,5 Cent und in Norwegen nur 7,1 Cent auf den Tisch gelegt werden. Auch in Island, dem vormaligen Krypto-Mekka Europas, liegen die Stromkosten zum Teil deutlich darüber. Die geringen Preise in Schweden und Norwegen resultieren aus der günstigen Produktion, setzen die beiden Länder doch mithilfe von Speicher- und Laufkraftwerken bzw. Offshore-Windparks auf natürliche Ressourcen. Neben den niedrigen Stromkosten profitieren Miner in Skandinavien von den niedrigen Temperaturen, die zur einfachen Kühlung der Server verwendet werden können.

Internationale Schürfer entdecken Skandinavien

Die perfekten Voraussetzungen locken immer mehr ausländische Miner nach Skandinavien. So schürft beispielsweise das kanadischen Unternehmen HIVE Blockchain Technologie seit Januar 2018 Ethereum in Schweden. Bitfury aus Amerika nahm kürzlich ein Miner-Zentrum am Polarkreis im Norwegen in Betrieb. Auch der chinesische Riese Bitmain erwägt eine Orientierung Richtung Norden Europas, nachdem erst kürzlich ein Sitz in der Schweiz eröffnet wurde.

Kryptofreundliche Gesetzgebung und Unterstützung

Eine kürzlich wirksam gewordene Änderung im norwegischen Steuerrecht schaffte die Pflicht zur Zahlung von Vermögenssteuern für Datenzentren ab. Diese Reform hatte den Zweck, das ohnehin bereits freundliche Umfeld für Miner noch zu verbessern und die Ansiedlung weiterer Unternehmen zu beschleunigen. Die Regierung verspricht sich dadurch einerseits die Schaffung von Arbeitsplätzen und andererseits die Generierung zusätzlicher Gewerbesteuern.

Daneben profitieren auch nationale Energieproduzenten wie die norwegische Statkraft oder die schwedische Vattenfall von dem Zuzug ausländischer Schürf-Unternehmen. So soll letztere den chinesischen Miner Canaan Creative bei dem Aufbau seiner Geschäfte in Schweden unterstützt haben.