Bitcoin: Aufsichtsbehörden erhöhen Druck auf Kryptowährung

Bitcoin: Aufsichtsbehörden erhöhen Druck auf Kryptowährung


Während der Bitcoin in den vergangenen Tagen von einem Rekord zum anderen sprang, formierte sich immer größerer Widerstand gegen die Kryptowährung durch Finanzaufsichtsbehörden weltweit. Hier ist ein Überblick über die neuesten Entwicklungen und ihre Bedeutung für den Bitcoin.

In der vergangenen Woche kündigten die Europäische Union und Großbritannien an, neue Maßnahmen gegen die Digitalwährung zu ergreifen. Hintergrund ist der Verdacht, dass der Bitcoin zu Steuerhinterziehung und zur Finanzierung von Kriminalität gebraucht wird. Die geplanten Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, die Anonymität im Bitcoin-Netzwerk zu beenden und Gesetze gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung auf Aktivitäten mit Bitcoin auszuweiten.

Indonesien und Südkorea leiten erste Schritte ein

Einen Schritt weiter geht derweil die Notenbank der Republik Indonesien. In der vergangen gab sie bekannt, dass ab dem 1. Januar 2018 Transaktionen mit Digitalwährungen untersagt sind. Sie bezieht sich dabei auf einen Grundsatz, dass Transaktionen ausschließlich in der nationalen Währung Rupiah durchgeführt werden dürfen.

Auch in Südkorea werden die Maßnahmen gegen den Bitcoin schärfer. Medienberichten zufolge plant die Finanzbehörde des Landes ein Verbot für den Handel mit Bitcoin-Derivaten. Mit diesen Finanzprodukten wird zwar nicht direkt Bitcoin gehandelt. Ihnen liegt allerdings der Kurs des Bitcoin zugrunde. Verboten wurden scheinbar auch einige Informationsveranstaltungen, die zu dem Thema aufklären sollten.

Banken und Aufsichtsbehörden sind über Bitcoin-Einfluss besorgt

Währenddessen mehren sich die Stimmen von Aufsichtsbehörden und großen Investmentbanken, dass der Bitcoin eine ernstzunehmende Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems darstellt. Unter anderem warnen die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan vor Gefahren, die ihrer Auffassung nach von Kryptowährungen wie Bitcoin ausgehen. Sie betonen vor allem, dass Kryptowährungen derzeit zu Geldwäsche oder Terrorismus-Finanzierung verwendet werden. Auch die Einführung von Bitcoin-Derivaten wird von den Instituten kritisch gesehen. Das Finanzsystem sei derzeit nicht auf solche Produkte vorbereitet.

Bitcoin erlebt Korrektur

Lange hatte das die Bitcoin-Gemeinde wenig gestört. Der Kurs sprang von einem Rekord zum nächsten, gerade erst wurde die Marke von 17.000 Dollar übersprungen. Doch die neuesten Entwicklungen scheinen ihre ersten Spuren zu hinterlassen. Am Ende der vergangenen Woche fiel der Kurs unter die Marke von 14.000 Dollar. Diese extrem starke Kurskorrektur wirft auch die Frage auf, wohin sich die Kryptowährung in Zukunft entwickeln wird. Trotz des Drucks durch Regulierungsbehörden weltweit sprechen manche Experten weiterhin von einer Zielmarke 200.000. Andere warnen dagegen vor einem großen Crash. Die ehrliche Prognose lautet: Ausgang ungewiss.