Möglicherweise bald Blockchain-Wahlmöglichkeiten bei CSD-Gruppe

Möglicherweise bald Blockchain-Wahlmöglichkeiten bei CSD-Gruppe


Die CSD Working Group on DLT kündigte an, an einer Wahlmöglichkeit mit Blockchain zu arbeiten. Die CSD, Central Security Depository, setzt sich aus mehreren Wertpapiersammelbanken zusammen. Ziel dieser Verbindung ist die Verwendung von der DLT bzw. Distributed Ledger Technology. Diese Technologie ist ebenfalls unter dem Namen Blockchain-Technologie bekannt. Die Gruppe plant, in Zukunft Blockchains als Wahlsystem für ihre Shareholder-Versammlungen einsetzen zu wollen und entwickelt gerade eine dementsprechende Möglichkeit.

Versammlung internationler Institutionen

Die CSD-Gruppe setzt sich aus mehreren Ländern zusammen. Teil der Vereinigung sind Strate aus Südafrika, National Settlement Depository aus Russland, Depósito Central de Calores aus Chile, SIX Securities Services aus der Schweiz sowie Nasdaq aus den USA. Die Vereinung dient als Zusammenschluss internationler Gesellschaften, welche in ihren eigenen Ländern die Verwahrung und Übertragung verschiedener Wertpapiere sowie Wertpapierdepots überwachen und managen. Hierbei überwachen die einzelnen Institutionen nicht nur den Verkehr einer Banken, sondern dienen als zentrale Depotbank für zahlreiche Kreditinistute im jeweiligen Land. Somit besteht ihre Hauptaufgabe in der Abwicklung von unternehmensübergreifendem Wertpapierhandel. Aufgrund der großen Anzahl an Gruppenmitgliedern fällt zugleich der Verwaltungsaufwand extrem hoch aus. Auch Abstimmungen gestalten sich als kompliziert, sodass die CSD bemüht ist, eine passende Lösung zu finden.Inzwischen gab die CSD Working Group on DLT bekannt, dass die technischen Rahmenbedingungen, welche ein Proxy-Wahlsystem für ihre Shareholder-Versammlungen benötigt, erfüllen können. Künftig soll die Blockchain-Technologie bei ihren Versammlungen eingesetzt werden und die Arbeitsschritte zu automatisieren oder zumindest zu vereinfachen.

Optimierung des Wahlsystems

Das Wahlsystem mit Blockchain-Technologie befindet sich aktuell in Entwicklung. Die Vorteile des System liegt in seiner Sicherheit sowie seiner Transparenz. Anhand der Wahlrechte der einzelnen Mitglieder ist das System in der Lage, automatisch Wahlprivilegien zugestehen oder abzuerkennen. Beispielsweise besäßen Vertreter von kleinen Interessensgruppen weniger Rechte als jene Vertreter von großen Interessensgruppen.

Als Basis soll das Wahlsystem der CSD-Gruppe mit Token funktionieren. Die Verteilung der Wahlrechte bestimmt, welche Mitglieder wie viele Token erhalten. Anschließend werden diese Token zur Abstimmung eingesetzt. Durch die automatische Verteilung der Wahltoken spart die Institution viel Zeit, da zeitaufwändige Arbeitsschritte wie beispielsweise eine Authentifizierung und Identifizierung der wahlberechtigten Teilnehmern wegfällt.

Diese Details veröffentlichte die CSD Working Group on DLT im Zuge eines Workshops, bei welchem unter anderem SWIFT sowie IBM Hyperledger vertreten waren. SWIFT wurde im Zuge der Entwicklung des Systems mit der Aufgabe betreut, dass das System den notwendigen ISO 20022 Standard einhält. Aufgrund des ISO 20022 Standards soll es in Zukunft möglich werden, dass das Endprodukt nicht nur für die CSD-Gruppe und ihre Abstimmungen, sondern ebenfalls in anderen, verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommt. Ist das System einsatzfähig, könnte die Technologie sogar für die Bundestagswahl in Betracht gezogen werden.