Länder und Regulierungswünsche für Kryptowährungen

Länder und Regulierungswünsche für Kryptowährungen


China möchte Krypto-Handel unterbinden

Laut neuester Medienberichten plant die chinesische Regierung, Krypto-Börsen zu schließen und den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Berichte berufen sich auf Informationen von diversen Quellen, die anonym bleiben möchten (könnte auch gestreute FAKE News sein um den BTC Kurs zu drücken).

Trotz des Krypto-Booms auf dem asiatischen Markt der letzten Monate, muss die Krypto-Branche herbe Rückschläge erleiden. Speziell in der Volksrepublik China konnte die Krypto-Währung regelrecht aufgehen. Nun droht ihr das komplette Aus. Nur eine Woche nach dem absoluten Verbot von ICOs plant China ein neues Verbot und die damit einhergehende Abschaffung des Krypto-Handels im Land. Diese Meldungen sorgen seit Beginn der Woche für Unsicherheiten vieler Investoren und Preisstürzen an den betreffenden Börsen.

Russland möchte Kryptowährungen noch bis Ende des Jahres regulieren

Anton Siluanov, russischer Finanzminister, gab im Interview bekannt, dass Kryptowährungen bis Ende 2017 in Russland reguliert werden.

Auf dem Moskauer Finanzforum hat sich Siluanov am letzten Freitag zur Kryptobranche geäußert. Dabei bezog er Stellung und erklärte, auch nach der Regulierung solle der Handel mit Kryptowährungen für Unternehmen sowie Bürger möglich sein. Aus gesetzlicher Sicht orientiert sich der Handel an die gegebene Gesetzgebung und Wertpapierverordnung.

Gemeinsam mit dem Finanzministerium arbeitet die russische Zentralbank zurzeit an einer Regulierung von Kryptowährungen. Öffentlich äußerte sich die russische Zentralbank positiv für eine Regulierung.

Ob sich eine Regulierung Russlands in Bezug auf Kryptowährungen positiv auswirkt ist fraglich. Ausschlaggebend ist das Maß der Regulierung. Generell ist dieser Schritt jedoch ein Schritt in die richtige Richtung und ist somit zu begrüßen.

Estland scheitert an Etablierung einer eigenen Kryptowährung

Estland plant die Etablierung einer eigenen Kryptowährung, scheitert aber, laut des Präsidenten der EZB, Mario Draghi, an Regelungen der Eurozone.

Meldungen aus Estland erreichten den Präsidenten der EZB, der sogleich Stellung bezog. Laut Draghi sei es unmöglich, innerhalb der Euro-Zone eine eigene Währung aufzustellen, da es Mitgliedsstaaten verboten sei. Die einzige Währung sei und bleibe der Euro.

Die eigentlich nachhaltige Idee, eine eigene Währung zu etablieren, entstammt Kaspar Korjus, Managing Direktor eines e-Residency-Programms. Er schlug vor, eine digitale Währung einzuführen, um Bürgern Estlands die Möglichkeit zu bieten, digitale Dokumente auf globaler Ebene zu beurkunden.
Die Einführung dieser Kryptowährung wäre ein Meilenstein in der Kryptobranche. Trotz klarer Vorteile für Bürger und Land bleibt sie allerdings reines Wunschdenken, da das Vorhaben in der Euro-Zone kein grünes Licht erhalten wird. Zeitgleich wird das Vorhaben durch neueste Meldungen aus China, die ein komplettes Verbot des Kryptohandels durchsetzen wollen, mit gemischten Gefühlen betrachtet.
Ob eine eigene Währung in naher Zukunft möglich ist, bleibt fraglich.