Bitcoins als Wahlkampfspenden immer beliebter

Bitcoins als Wahlkampfspenden immer beliebter


Bitcoins, die Krypto-Währung, wird inzwischen nicht nur als Bezahlalternative zu „echtem“ Geld angesehen. In den USA wird die digitale Währung immer beliebter, sodass auch Wahlkampfspenden mit ihnen durchgeführt werden. Die Alternative wird von den Politikern selbst initiiert, da diese sich eine größere Aufmerksamkeit und folglich eine höhere Spendeneinnahme erhoffen.

Bitcoins als Wahlkampfspenden

Patrick Nelson, ehemaliger Bernie-Sanders-Supporter und aktueller Kandidat der Demokraten in den USA, erhält nicht nur Unterstützung bei seinen Wahlkampagnen durch Bargeld. Die Wahlen im November 2018 sollen mithilfe von Bitcoin-Wahlkampfspenden bewältigt werden. Die Abwicklung der Spenden untersteht Bitcoin-Zahlungsdienstleister BitPay, wobei Nelson bereits in der Vergangenheit für diese Alternative bekannt wurde. Schon im Jahr 2015 akzeptierte er erstmals Bitcoins als Wahlkampfspenden und war somit ein Vorreiter. Inzwischen reihen sich Politiker wie Rand Paul, Senator aus Kentucky, in die Reigen der Bitcoin-Befürworter ein.

Förderung für Bitcoins

Mit seiner Kampagne möchte Nelson nicht nur Wahlkampfspenden sammeln. Ein Teil der Spendeneinnahmen bzw. Bitcoins dient auch seiner Marketingkampagne. Im Zuge dieser wirbt Nelson aktiv für die innovative Technologie hinter Bitcoin und Blockchain. Damit will er erreichen, dass diese Technologien wesentlich stärker gefördert und besser anerkannt werden. Dass Bitcoins als Spenden Verwendung finden, ist ebenso schon seit geraumer Zeit anerkannt. 2014 verabschiedete die Federal Elections Commission, kurz FEC, Richtlinien, welche die Entgegennahme von Bitcoins regeln sollen. Anders als herkömmliche Wahlkampf- oder sonstige Spenden werden Bitcoins allerdings durch die Richtlinien streng reguliert. Bis dato können nur Spenden im Wert von maximal 100 US-Dollar getätigt werden, insofern es sich um Bitcoin-Spenden handelt.

Tatsächliche Höhe unbekannt

Dass Nelson und Paul große Summen von Bitcoins für ihre Kampagnen erhalten haben, dürfte Insidern und Kennern klar sein. Doch beide Politiker verschweigen bisher die tatsächliche Summe an Bitcoins, welche im Zuge der Wahlkampfspenden gesammelt wurde. Ob dies mit der vorhandenen Summe oder eher mit dem vorhandenen Marketingeffekt zusammenhängt, kann niemand sagen. Jedoch ist es Fakt, dass der Marketingeffekt durch Bitcoins sehr hoch ist, sodass die Politiker wohl diesen deutlich höher gewichten. Zugleich bieten Bitcoins für die Spender einen großen Vorteil. Während Standardspenden meist nur durch eine Aufzeichnung des Spendernamens und der Summe geschehen, können Bitcoin-Spenden anonym geschehen. Somit bleiben die Spendengeben mitsamt ihrer aktuellen Summen unbekannt, wodurch anonymes Spenden leichter ermöglicht wird. Die Grenze von lediglich 100 US-Dollar pro Spende bietet aber bisweilen eine wesentliche Grenze, sodass Spender, welche eine höhere Summe spenden möchten, dies auf den herkömmlichen Weg tun müssen. Wird die Grenze für die Bitcoin-Spenden angehoben, könnten zugleich geheime Spender, welche ihren präferierten Kandidaten mit einer höheren Summe unterstützen möchten, dies noch leichter tun.