Japan verzeichnet aktuell größtes Bitcoin-Handelsvolumen

Japan verzeichnet aktuell größtes Bitcoin-Handelsvolumen


Eine kürzlich vom Portal CryptoCompare veröffentliche Statistik beweist, dass Japan bzw. der japanische Yen das größte Handelsvolumen weltweit besitzen. Rund 42 Prozent des Fiat-Handelsvolumens werden dem Yen zugerechnet. Somit ist die japanische Währung deutlich stärker bzw. gewichtiger als der US-Dollar oder Euro. Weshalb Japan den ersten Platz im Ranking belegte, kann nicht gewiss gesagt werden. Dennoch führt Japan geringe Gebühren, welche zur Erstplatzierung beigetragen haben könnten.

Raketenstart für den japanischen Yen

Der japanische Yen hat einen Raketenstart festgelegt, durch welchen er das Ranking anführen konnte. Das Handelsvolumen des Yens erreichte über 116.000 Bitcoin binnen 24 Stunden. Durch diesen phänomenalen Start konnte der Yen den US-Dollar auf die zweite Stelle verdrängen. Auch China muss sich mit dem dritten Platz begnügen. Hierbei ist der Abstand zwischen den Top Drei nahezu riesig. Rund 41,96 Prozent des Bitcoinvolumens geht an den Yen. Der US-Dollar liegt mit 24,76 Prozent deutlich abgeschlagen dahinter. Der chinesische Renminbi verzeichnete sogar nur 14,14 Prozent. Der Raketenstart des japanischen Yen sorgte zugleich dafür, dass im Jahr 2017 der chinesische Renminbi seit Februar erstmals auf den dritten Platz gelang. Zuvor belegte er immer einen der zwei Topplätze. Der Rückgang von China im Ranking lässt sich sehr wahrscheinlich auf die Auszahlung auf den chinesischen Börsen zurückführen. Im Februar dieses Jahres wurden die Auszahlungen eingefroren, woraus deutliche Handelsverluste zu verzeichnen waren.

Nur noch Handel mit Gebühren in China

Dass China langsam aus den Top Zwei verschwunden ist und auch die chinesischen Börsen immer rückgängiger werden, wurde durch eine Neustrukturierung der chinesischen Märkte verursacht. Während des Auszahlungsstopps, welcher im Februar vorlag, wurde ein Handel ohne Gebühren offiziell verboten. Wollte Handel an den Börsen betrieben werden, mussten im Februar immer Gebühren verrechnet werden. Dies war zuvor nicht der Fall, wodurch letztendlich der chinesische Renminbi zeitweise schwächer und weniger bedeutend wurde. Japan hingegen setzt immer verstärkter auf den Bitcoin. Das direkte Nachbarsland akzeptiert häufiger die Kryptowährung, sodass beispielsweise wie verschiedene Mode- oder Elektroketten eine Zahlung mit der digitalen Währung anbieten.

Europa hält sich wacker

Nicht nur die Top Drei des Rankings sind ausländische Währungen. Den vierten Platz belegte der Koreanische Won mit 11,31 Prozent, womit er ein starker Konkurrent für den chinesischen Renminbi ist. Erst auf Platz Fünf lässt sich der Euro mit lediglich 5,10 Prozent finden. Somit ist das Bitcoinhandelsvolumen des Euro deutlich schwächer bzw. geringer als mit anderen Währungen. Auf den sechsten Platz landete jedoch eine weitere europäische Währung. Der polnische Zloty konnte sich 0,39 Prozent noch knapp vor dem britischen Pfund mit 0,37 platzieren. Platz acht bis zehn belegten Australien, Kanada und Russland, welche mit 0,16, 0,14 und 0,13 Prozent ein noch schwächeres Handelsvolumen beim Bitcoin aufweisen als Euro, Zloty und Pfund.