Cisco im Hintertreffen – Blockchain soll das Unternehmen auf neuen Kurs bringen

Cisco im Hintertreffen – Blockchain soll das Unternehmen auf neuen Kurs bringen


In der letzten Zeit läuft es für Cisco Systems nicht besonders gut. Die Einnahmen gingen kontinuierlich zurück. Verantwortlich für diesen Trend ist das langsame Tempo, in welchem sich der Konzern der Digitalisierung anpasst. Nun sollen neue Strukturen und ein konsequentes Anwenden der Blockchain, das Blatt aber wenden.

Vorreiterrolle

Sich aus den roten zahlen zu kämpfen ist nicht leicht, dies musste Cisco Systems in den letzten Jahren feststellen. Das Tempo, in dem das Unternehmen ´mit neuen Entwicklungen Schritt hielt, reichte einfach nicht aus, um den Markt vollständig zu bedienen. Nun hat der Konzern mit Sitz in Californien aber eine neue Sparte für sich entdeckt. Die Blockchain soll all das wieder richten, was in den letzten Jahren schief gelaufen ist. Besonders eine Reihe von Pilotprojekten soll dabei die Fähigkeit zur Innovation wieder steigern. Dabei hat man sich aber auf ein spezielles Thema verlegt – Identitäten werden in diesem Bereich in der nächsten Zeit eine besondere Rolle spielen. In diesem Punkt möchte man wegweisend werden, denn die angestrebten Entwicklungen zeugen tatsächlich von einem starken Innovationsgehalt, die einiges verändern könnten.

Softwaresicherheit und Hardwarekonnektivität

Der Software-Ingenieur Robert Greenfield bringt es dabei auf den Punkt. Sinngemäß äußert er sich, dass Cisco auf lange Sicht unbedingt die Blockchain-Technologien beherrschen müssen, denn nur so könne die angestrebte Sicherheit in Verbindung mit der Hardwareintegration geschaffen werden. Dabei hatte Cisco von Anfang an eigentlich gut Chancen, sich in die richtige Richtung zu entwickeln.

So war Cisco das erste Mitglied des Hyperledger Konsortiums. Dieses wird bis heute von der Linux Fundation geführt, welche in Bereich der Innovation eigentlich niemals mit Problemen zu kämpfen hatte. Allerdings hielt sich der Konzern dann doch eher im Hintergrund. Doch die geplanten dezentralen Identitäten und die entsprechenden Anwendungen dazu, sollen dies nun ändern. Dabei geht es vor allem darum, dass innerhalb einer festgelegten Lieferkette, Transaktionen wesentlich einfacher verfolgt und gesteuert werden können

So sollen über die entsprechenden noch zu schaffenden Schnittstellen exakte interne Identitäten schaffen. Dabei sollen die Blockchain-Ids auch dazu dienen, die Daten von Kunden besser auswerten zu können.

Zwei-Faktor-Sicherheit geupgraded

Eines der Hauptprojekte besteht deshalb darin, die Zwei-Faktor-Authentifizierung auf der Basis von Blockchain zu einer Multi-Signatur Erkennung zu erweitern. Noch ist es bis dahin aber ein weiter Weg, denn diese Methode hat gerade einmal das Reißbrett verlassen, und erfüllt derzeit nur die minimalsten Sicherheitsanforderungen. Allerdings könnte sich dies bald ändern und es Hackern deutlich schwieriger machen, in die Infrastruktur von Netzwerken einzugreifen.

Auch das Tracken von Routern und anderer Hardware steht weiter auf dem Programm. So soll in Zukunft auch eine private Variante des Ethereum-Blockchain zur Verfügung stehen. Letztlich dürfte dies dazu führen, dass die entsprechenden Contracts direkt in die Hardware integriert werden, was dann eine Kommunikation von Maschine zu Maschine erlaubt.

Letzten Endes will Cisco auch einen weiteren großen Sprung schaffen. So möchte der Konzern auch die Non-Profit-Organisationen wie zum Beispiel die UNO erreichen. Hier sollen die neuen Technologien ein sehr genaues Identitätsmanagement ermöglichen.