Erhöhte Transaktionsgebühren bei Bitcoin bringen Folgen für Startups

Erhöhte Transaktionsgebühren bei Bitcoin bringen Folgen für Startups


Mitte Juni erhöhte Bitcoin seine Transaktionsgebühren, sodass private Nutzer und Unternehmen nun höhere Gebühren verspüren. Besonders Startups sind von der Gebührensteigerung betroffen. Jedoch stehen die höheren Gebühren bisher noch nicht fest.

Ungewisse Erhöhung

Mit Mitte Juni wurde eine Diskussion um höhere Gebühren durchgeführt. Bruce Fenton und Adam back überlegten hierbei, die Gebühren für anfallende Bitcoin-Transaktionen wesentlich zu erhöhen. Hierbei könnte die Gebührenerhöhung 20 Dollar oder sogar bis zu 100 Dollar betragen. Die Gebühren sollen hierbei für Sicherheitsmaßnahmen im Bitcoin-Netzwerk verwendet werden. Dennoch ist dies nicht die erste Gebührenerhöhung im Jahr 2017. Schon im ersten Quartal 2017 wurden die Bitcoin-Gebühren um 155 Prozent erhöht, was Missmut bei privaten Nutzern wie Unternehmen mit sich zog. Während Unternehmen durch die hohen Transaktionsgebühren zuverlässige Transaktionen und eine hohe Sicherheit geboten werden, müssen vor allem private User mit deutlich mehr Ausgaben rechnen.

Geringe Gebühren in der Vergangenheit

Obwohl die Bitcoin-Transaktionsgebühren laufend ansteigen, existierte eine Zeit, in welcher die Gebühren nahezu im Nullbereich gehandhabt wurden. Die geringen Transaktionsgebühren lockten die User, sodass leicht kleine Transaktionen ohne hohe Kosten durchgeführt werden konnten. Zur damaligen Zeit war nicht nur die Übertragung sehr simpel gestaltet, sondern wiesen die konventionellen Institutionen ebenfalls eine weitaus schnellere Geschwindigkeit auf. Die Durchführung kleinerer Transaktionen schien damals äußerst lohnenswert, sodass häufig unter anderem Lokalbesuche bezahlt wurden. Jedoch war das Bitcoin-Netzwerk auf lange Sicht nicht auf solch eine Verwendung ausgelegt, sodass die Gebühren immer weiter anstiegen und nun auf größere Transaktionen zurückgegriffen wird.

Startups als Leidtragende

Vor allem Startups spüren die höheren Gebühren deutlich. Startups, welche noch vor der Erhöhung gegründet werden, stehen der Erhöhung eher gelassen gegenüber. Die hohen Gebühren seien kein Problem, da Banken ebenfalls für internationale Zahlungen hohe Gebühren von ihren Kunden verlangen. Obwohl die Bitcoin-Transaktionskosten nun gleich hoch wie alternative Möglichkeiten bei der internationalen Versendung von Geld seien, ist Bitcoin immer noch wettbewerbsfähig. Dennoch verwenden immer noch wenig Kunden Bitcoin. Primär bestehe der Grund darin, dass die Kunden ihre Bitcoins nicht ausgeben möchten. Diese Tatsache gilt jedoch nur für Startups mit größeren Zahlungen.

Bei Startups mit Mikrozahlungen allerdings wirkt sich die erhöhe Transaktionsgebühr völlig anders aus. Die höheren Transaktionskosten besitzen teilweise dramatische Folgen für das eigene Geschäftsmodell. Viele Kunden zahlen lieber mit Kreditkarte oder Debitkarte, da deren Verwendung wesentlich günstiger ist als Bitcoins.

Firmen, welche weiterhin auf das System von Bitcoins setzen, müssen sich dennoch durch die erhöhten Transaktionsgebühren an ihre Kunden anpassen. Nur durch die Anpassung könnte der klare Vorteil von Bitcoins gesehen und hervorgehoben werden, sind sich Experten sicher.