Erster Bitcoin Shop eröffnet in Wien

Erster Bitcoin Shop eröffnet in Wien


Neuer Bitcoin-Shop in Wien:

Auf der Mariahilfer Straße in Wien wurde vor kurzem der erste Bitcoin-Shop Österreichs eröffnet. Hier können Bitcoin und andere Kryptowährungen gegen Bargeld getauscht werden.

Die Meinungen bezüglich dieser neuen online Währung, die auf der revolutionären Blockchain Technologie basiert, sind verschieden. Für manche ist Bitcoin eine undurchsichtige Pseudowährung, die für zwielichtige online Transaktionen, wie im sogenannten Darknet, dem anonymen Teils des Internets verwendet wird. Andere sehen Bitcoin und die Blockchain-Technologie als Zahlungsmittel und Verwaltungstechnologie der Zukunft.

Geschäftsführerin des neu eröffneten BitTrust Stores in Wien, Magdalena Isbrandt sagt im Interview mit dem ORF: „Es ist einfach viel schneller und es geht ohne Mittelsmann vor sich. Das heißt von Teilnehmer zu Teilnehmer werden Werte oder Geld übersendet.“

Starke Kursschwankungen

Bitcoin wird zurzeit als sichere, schnelle und preiswerte Möglichkeit gepriesen, Online-Transaktionen durchzuführen und Internet-Shopping zu vereinfachen. Bitcoin Transaktionen sind, gegeben durch die Blockchain unumkehrbar, was ein wesentlicher Faktor in Sachen Sicherheit ist, viele jedoch einschüchtert.

Der Wechselkurs zu Euro oder Dollar ist jedoch aufgrund von derzeit vergleichbar geringem Handelsvolumen noch sehr volatil. Seit dem Rekordhoch am Jahresanfang 2013, bei dem der Kurs schlagartig auf über 1000 Euro angestiegen war, hat der Kurs mehrmals starke Einbrüche hinnehmen müssen. Dennoch ist mit der steigenden Bekanntheit und Verwendung der online- Währung ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen.

Andreas Petersson von Bitcoin Austria erklärt, dass trotz der Kursschwankungen für die meisten, die positiven Eigenschaften überwiegen: „Wenn ich online mit Bitcoin bezahle, habe ich ein gewisses Level an Privatsphäre. Derjenige, bei dem ich die Dienstleistung bezahle, hat nicht meine Kreditkartennummer. Wenn ich rein digitale Güter bezahle, wie Computerspiele, dann habe ich ein wesentlich besseres Gefühl, wenn ich dem nicht meine gesamten privaten Daten aushändigen muss.“

Konsumentenschützer mahnen zur Vorsicht

Kryptowährungen sind nicht wie staatliche Währungen, von Banken und dem Staat reguliert. Genau dieser Faktor, der seine negativen Auswirkungen anhand von Kursschwankungen zeigt, ist jedoch für einen stets wachsenden Anteil der Bevölkerung ein Grund, sich mehr mit dieser neuen Technologie zu beschäftigen. Zwar ist die bereits erwähnte Volatilität gegeben, jedoch wird diese durch eine globale, stets steigende und breitere Verwendung in Zukunft deutlich sinken.

 

Quelle: ORF.at

http://wien.orf.at/news/stories/2824885/