EuGH: Bitcoin mit gesetzlichen Währungen gleichgestellt – Umtausch mehrwertsteuerfrei!

EuGH: Bitcoin mit gesetzlichen Währungen gleichgestellt – Umtausch mehrwertsteuerfrei!


Bitcoin Austria freut sich über das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH), weil es wurde beschlossen, dass das Umtauschen von staatlichen Währungen in die digitale Währung Bitcoin keine Umsatzsteuer anfällt. Der Bitcoin wird mit gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichgestellt.

 

Den Bitcoin gibt es jetzt schon seit 2009 und er stellt ein globales Währungs- und Zahlungssystem im Internet dar. Diese besondere Währung ist völlig unabhängig von Banken und Staaten. Die Entscheidung des EuGHs wurde an den internationalen Handelsplätzen positiv wahrgenommen.

Hintergründe für diese Entscheidung

Die EU-Länder hatten alle eine sehr unterschiedliche Haltung zu diesem Thema gehabt, ob Bitcoins der MWSt unterliegen oder nicht. Deutschland und Österreich sahen keinen Handlungsbedarf für eine Steuerbefreiung des Bitcoins hingegen andere Länder wie zum Beispiel Schweden, Belgien oder auch Großbritannien waren für eine MWSt-Befreigung. 

Durch die entstandenen Zweifel an der Auslegung der zugrundliegenden Mehrwertsteuer-Richtlinie hatte der Europäische Gerichtshof entschieden ein Vorabentscheidungsverfahren durchzuführen, um Klarheit zu diesem Thema zu schaffen. Der Verwaltungsgerichtshof hat einen konkreten Fall zu entscheiden. In diesem Fall geht es darum ob David Hedqvist online entgeltlich den An- und Verkauf von Bitcoin versteuern muss oder nicht. Die schwedische Finanzverwaltung hat einen Vorbescheid des schwedischen Steuerrechtsausschusses erhoben, wo die Behörden Herrn Hedqvist eine Steuerbefreiung in Aussicht gestellt haben.