Investments aus China – wie chinesische Bitcoin-Millionäre den Immobilienmarkt beeinflussen

Investments aus China – wie chinesische Bitcoin-Millionäre den Immobilienmarkt beeinflussen


Chinesische Investoren, die ihren Reichtum mittels Bitcoin erreicht haben, greifen immer häufiger auf das Kaufen von Immobilien in den USA und Großbritannien zurück, um ihr Kapital zu diversifizieren und in stabilen Ländern sicher anzulegen. Dabei betreten sie zum einen gewissermaßen klassische Pfade des Geldanlegens und profitieren zum anderen doch von einer potenziellen Lücke in den Gesetzen verschiedener Länder. Denn für die Anleger aus China, ist es um ein vielfaches leichter ihr Bitcoin-Kapital in Dollar oder Pfund umzusetzen, als es im eigenen Land zu verkaufen und zu reinvestieren.

Die Bank umgehen und direkt investieren

Die chinesischen Behörden setzen vermehrt auf eine stärkere Regulierung, wenn es um das Handeln mit Kryptowährung geht. Für viele Chinesen ist es deshalb leichter, ihr Kapital in den USA und England direkt in die dortige Währung umzusetzen. So umgehen sie die Auseinandersetzung mit den eigenen Behörden und können mögliche finanzielle Verluste durch komplizierte Banktransaktionen ebenfalls vermeiden. Das wirft interessante neue steuerrechtliche Fragen auf, die sicher in Zukunft noch größere Bedeutung erhalten werden, sollte dieser Trend anhalten. Plattformen wie US-Crypto-Immobilien-Startups haben sich genau auf solche Fälle spezialisiert und vermitteln US-Immobilien an interessierte chinesische Investoren.

Der chinesische Immobilienmarkt wurde unlängst von der New York Times als „Casino“ bezeichnet und scheint vor allem für finanzstarke Chinesen selbst mehr und mehr kein geeigneter Anlageplatz mehr zu sein. Da erscheint es nur logisch, wenn stattdessen auf ausländische Märkte ausgewichen wird, auch wenn es auf den ersten Blick erstaunlich seien mag, dass ausgerechnet Personen, die ihren Reichtum modernen Erscheinungen wie Kryptowährung verdanken, auf solch klassische Methoden zurückgreifen um ihr Kapital zu sichern.

Allerdings wird mit Bitcoin oder den damit erworbenen Dollars und Pfund nicht wahllos in Immobilien investiert. Es geht insbesondere um Standorte, die entweder aus technologischer Sicht eine wichtige Rolle spielen wie London oder die kalifornische Bay-Area oder aber in Sachen Forschung und Bildung ganz weit vorne liegen und mit Elite-Universitäten wie Stanford aufwarten können.

Der krypto-basierte Immobilienmarkt wächst

Immer mehr Chinesen kaufen Immobilen mittels Kryptowährung, da sie so ihr Geld viel leichter im Ausland investieren können, als dies in Hongkong über neugeschaffene Bankkonten zu probieren. Das hat unter anderem dazu geführt, dass beispielsweise in Kalifornien ein Viertel der Hausverkäufe als reines Bargeldgeschäft abgewickelt wird, ohne dass dabei eine Hypothek aufgenommen werden muss. Im Normalfall wird die Kryptowährung nämlich erst in Bargeld umgewandelt und nicht direkt zum Hauskauf eingesetzt. Allerdings sollte hier auch festgehalten werden, dass es sich bei den Käufern meistens um wirklich extrem wohlhabende chinesische Investoren handelt und der Kauf kalifornischer Immobilien dort nicht zum Volkssport geworden ist. Welche Auswirkungen so ein Vorgehen aber haben wird, sollte sich dieser Trend dauerhaft bestätigen, bleibt sowohl für den Immobilienmarkt in den besagten Standorten, als auch für die dort lebende Bevölkerung, die häufig auf den immer knapper werdenden Wohnraum angewiesen ist, schwer abzusehen. Der globale Immobilienmarkt könnte durch das Aufkommen der verschiedenen Kryptowährungen also möglicherweise nachhaltig beeinflusst werden, solange solch klassische Investments immer noch zum diversifizieren und Absichern von Kapital genutzt werden.