US Handelskammer fordert Klarheit für ICOs

US Handelskammer fordert Klarheit für ICOs


Die US-Handelskammer hat Interesse an Initial Coin Offerings (ICOs) angedeutet, um Unternehmen die Möglichkeit zur Investition zu bieten. Dieses Interesse ist jedoch an eine Bedigung geknüpft: Eine klare und eindeutige Regulierung.

Die Einflussreiche Lobby-Gruppe aus dem Geschäftsbereich hat ihre FinTech-Innovation Inititative am vergangenen Mittwoch gestartet. Sie hob dabei die Entwicklung im Bereich der Kryptowährungen und Token-Verkäufe hervor als einen von acht Punkten hervor. Das Ziel ist es, die Lücke zwischen der neuen Technologie und Washington D.C. zu schließen.

Insbesondere rief die Organisation zu einer erhöhten Aufklärung und Führung durch die Token-Sales auf. Die Forderung beinhaltet zudem die Feststellung darüber, ob es sich bei dem Token um eine Sicherheit handelt oder nicht. Ziel ist es, dass Unternehmen die Entwicklung und die Risiken besser vorhersagen können und allgemein mehr Gewissheit auf dem Markt haben.

Aus einem Dokument der Organisation geht hervor, dass die Initiative neue und innovative Möglichkeiten aufzeigen möchte, um Zugang zu Kapital zu erhalten. Eine diese Möglichkeiten sind dabei explizit die Initital Coin Offerings. Gleichzeitig fordern sie eine klare Übersicht und einen starken Schutz der Konsumenten und Investoren. Entrepreneure wissen inzwischen sehr wohl, wie schwierig es sein kann, das notwendige Kapital zu erhalten, dass für die Gründung oder das Wachstum eines Unternehmens notwendig ist.

Die Kammer sagte weiterhin:
„Wir fordern die SEC (Finanzaufsicht der USA) dazu auf, ICOs auch weiterhin zu studieren, um zu sehen wie sie ein effektives Tool für die Steigerung von Kapital sein können, während gleichzeitig Investoren geschützt und aktuelle gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden sollen. Zudem fordern wir die CFTC auf, Kryptowährungen und ihre Funktionsweise in der Zukunft des Warenhandels zu studieren. In beiden Fällen fordern wie die Behörden dazu auf, die Produkte und Dienstleistungen die durch diese Technologie verfügbar werden zu regulieren, anstatt die Regulierung auf die Technologie selbst anzuwenden.“

In Ihrer Nachricht forderte die Gruppe sowohl die Securities and Exchange Commission (SEC) als auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) dazu auf, so genannte „Expedited no-action Letters“ zu schreiben. Das sind Briefe, die Start-ups dazu auffordern, illegale Aktivitäten einzustellen aber gleichzeitig keine strafrechtlichen Konsequenzen gegen die betroffenen Unternehmen zu empfehlen.

Die Kammer schrieb außerdem „Wir fordern die SEC dazu auf, die Definition über zugelassene Investoren zu erweitern, um solchen Personen mit Erfahrung oder einer entsprechenden Bildung, die entsprechende Kenntnisse vorweisen, kleinere Investitionen besser zu ermöglichen.“

Dies zu tun, so schrieb die Organisation „… würde widersprüchliche oder sich überlappende Regeln und gesetzliche Bestimmungen vermeiden und es den Institutionen ermöglichen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind: Die Verminderung des Risikos für Kunden und die Vermeidung von Betrug.“

Zeit ist ebenfalls von großer Bedeutung, da es generell eine deutliche Verzögerung zwischen der Geschwindigkeit der technischen Innovationen und den regulatorischen Maßnahmen gibt, so die Kammer weiter. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass die SEC wie auch die CFTC Klarheit über das Thema schaffen, damit regulatorische Hürden kein Hindernis für die Teilnahme der betroffenen bzw. interessierten Unternehmen werden.

„Wir freuen uns darauf, mit beiden Agenturen zusammenzuarbeiten, während die Nutzung von Tokens weiter ansteigt und regulatorische Erwartungen geklärt werden.“ sagte die Handelskammer abschließend über die Initiative.