Coincheck stellt Handel mit vier Kryptowährungen ein

Coincheck stellt Handel mit vier Kryptowährungen ein


Die Kryptobörse Coincheck listet auf Anweisung der japanischen Finanzbehörde Financial Services Agency (FSA) die Kryptowährungen Monero (XMR), Zcash (ZEC), Dash (DASH) und Augur (REP) bald nicht mehr. Dabei handelt es sich nicht um das erste Ereignis, mit dem Coinbase 2018 für Aufmerksamkeit in der Welt der Kryptowährungen sorgt.

Schon im März diesen Jahres geriet die japanische Kryptobörse Coincheck wegen eines Hacks in die Schlagzeilen. Jetzt beugt sie sich dem Druck der FSA und schließt demnächst vier Kryptowährungen vom Handel aus. Wahrscheinlicher Stichtag ist der 18. Juni. Was nach diesem Tag noch in den Wallets der Kunden verblieben ist, soll zum aktuellen Kurs in Yen eingetauscht werden können.

Maßnahme sollen Kampf gegen Geldwäsche dienen

Ins Blickfeld der Behörden ist besonders die in Japan beliebte Kryptowährung Monero geraten, die dort in den Top Ten vertreten ist. Nach Ansicht der FSA wird Monero allerdings hauptsächlich von Kriminellen genutzt. Die Maßnahme soll deshalb vor allem über Monero abgewickelte Geldwäsche verhindern. Auch die übrigen drei Währungen sind aus ähnlichen Gründen ins Blickfeld der Finanzaufsicht geraten.

Anders als etwa die Aufsichtsbehörde in Hongkong gehen die Japaner in letzter Zeit härter gegen Kryptowährungen vor. Sie befürchten, dass die anonymen, nicht zurück verfolgbaren Zahlungen neben der Geldwäsche auch der Terrorfinanzierung dienen. Als Druckmittel verweigern die Behörden in Japan Börsen die entsprechende Lizenz, wenn sie sich nicht an die Auflagen halten.

Coincheck besserte nach und will sich an Auflagen halten

Coincheck hat unterdessen angekündigt sich auch an die weiteren von der FSA erteilten Auflagen zu halten. Im Zuge des Hacks im März hat die Kryptobörse bereits einige Maßnahmen durchgeführt, um verlorenes Kundenvertrauen zurückzugewinnen. So behält man sich jetzt vor Transaktionen auch ohne triftigen Grund im Zweifel abzulehnen und führte einen neuen Verifizierungsstandard ein. Der Verifizierungsstandard KYC sorgt dabei dafür, dass die Kunden die Börse nicht mehr wie zuvor komplett anonym nutzen können.

Innerhalb der EU dürfen Monero, Zcash, Dash und Augur weiter an Kryptogeldbörsen gehandelt werden, allerdings sind die Anbieter verpflichtet die dabei erhobenen Kundendaten 10 Jahre aufzubewahren.